Die Saison
Die Arbeiten im Weinberg begannen auch 2026 wie gewohnt im Februar – mit dem Rebschnitt bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.
Das Frühjahr zeigte sich für die Reben von seiner besten Seite: Die Temperaturen stiegen langsam und gleichmäßig, ohne Eile und ohne extreme Ausschläge. Die Reben konnten sich in aller Ruhe entwickeln.
Der Sommer hingegen brachte über Wochen große Hitze und Trockenheit. Temperaturen von mehr als 30 °C waren keine Seltenheit. Unsere alten, tiefwurzelnden Reben haben diese anspruchsvolle Zeit erstaunlich gut überstanden. Doch auch sie konnten sich den außergewöhnlichen Bedingungen nicht vollständig entziehen. Bei anhaltender Hitze und Trockenheit schalten die Reben gewissermaßen auf Schutzbetrieb. Das Wachstum verlangsamt sich, und auch die Entwicklung der Beeren bleibt hinter dem zurück, was wir aus einem „normalen“ Sommer kennen.
Gemeinsam mit dem VDP-Weingut Markus Heid entschieden wir uns angesichts des angekündigten Wetterumschwungs mit Regen für eine ungewöhnlich frühe Lese. Am 22. August 2026 wurden die Trauben geerntet und eingefahren – so früh wie noch nie.
Nun beginnt der vielleicht spannendste Teil: die Zeit im Keller. Wir sind gespannt, wie sich der junge Wein entwickelt, welchen Charakter der Jahrgang zeigen wird und was aus diesem außergewöhnlichen Weinbaujahr am Ende in der Flasche bleibt.




































